WM Fahren Zweispänner vom 8. bis 12. September 2021 in Kronenberg (NED)

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Sandro Koalick gewinnt Team-Silber mit deutscher Mannschaft und wird Einzel-Vierter

Kronenberg/NED (fn-press/LPBB). Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille beenden die deutschen Zweispännerfahrer die Weltmeisterschaft im niederländischen Kronenberg. Silber geht mit 333,67 Punkten an das Team mit Sandro Koalick (Drebkau), Anna Sandmann (Lähden) und Marco Freund (Dreieich), Gold an die favorisierten Ungarn mit 322,99 Punkte. Außerdem gab es Bronze für Anna Sandmann in der Einzelwertung. 18 Nationen stellten jeweils ein WM-Team.

Der Mannschaftsfahrer

Sandro Koalick mit DON QUI CHOT, FASCO und HERTOG JAN, Vize-Weltmeister 2019, beendete die WM in Kronenberg, nach Dressur und Gelände noch auf Platz zwei rangierend, letztlich auf dem undankbaren vierten Rang (171,86). Ihm wurde der eckig und wenig einladend aufgebaute Kegelparcours zum Verhängnis. Unter großem Zeitdruck stehend fuhr der amtierende Deutsche Meister seine Runde nicht so souverän wie sonst. „Das war schade für Sandro“, kommentierte Equipechef Fritz Otto-Erley das Abschneiden des Drebkauers. „Er ist eigentlich gut gefahren“. Fast scheint es als habe der Ungar Martin Hölle ein Abonnement auf den Weltmeistertitel, er stand zum dritten Mal in Folge ganz oben auf dem Treppchen (161,23). Der neue Vize-Weltmeister heißt Franck Grimonprez (163,03) und kommt aus Frankreich.

Die Einzelfahrer

Torsten Koalick (Drebkau) mit CASSANOVA T, CIANITA und EZABELLA, Vater von Sandro Koalick und vor zwei Jahren Ausrichter der WM auf seiner Anlage in Drebkau, beendete seine WM-Teilnahme, noch 23. nach Dressur und Gelände, schließlich auf dem 43. Rang (199,84).

Größter Pechvogel der WM war Sebastian Warneck (Rangsdorf) mit BALOS, SUN AF STALLEX Mund BENTO, dem bei der Geländefahrt das Verbindungsstück von der Deichsel zur Lenkverzögerung brach und er nicht weiterfahren konnte. Der Vize-Weltmeister von 2017 schied damit aus.

97 Gespanne stellten sich insgesamt in der Einzelkonkurrenz.

„Mit dem Gewinn von zwei Medaillen sind wir sehr zufrieden“, zieht Fritz Otto-Erley Bilanz. „Vor allem bei diesem gigantisch großen Starterfeld, in Kronenberg waren fast hundert Gespanne am Start. Da muss von der FEI über das System nachgedacht werden, für einen Veranstalter ist so ein riesiges Starterfeld eine gewaltige Herausforderung.“ FN/Christine Meyer zu Hartum

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