Sieger-Vereine und -Betriebe des Biodiversitäts-Wettbewerbs (Projekt „Grüner Stall“) gekürt

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Zwei Brandenburger Projekte unter den zwölf Prämierten: Glückwunsch an den RFV Wustrau e.V. und Tölt e.V. Lotushof!

Rund 50 Bewerbungen sind bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für den Ideen- und Aktionswettbewerb „Wer hat die schönste Biodiversitätsecke?“ eingegangen.  Die zwölf besten und schönsten Projekte wurden nun mit Preisen ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs war es, die biologische Vielfalt, also den Reichtum an Tier- und Pflanzenarten, in den Reit- und Fahrvereine sowie Pferdebetrieben zu vergrößern und somit deren nachhaltige Zukunft mitzugestalten. Die FN hatte den Wettbewerb im Rahmen des Projekts „Grüner Stall“ ausgeschrieben.

„Die eingereichten Projekte haben allesamt eine Belohnung verdient, denn sie sind mit ganz viel Mühe und Liebe zum Detail gestaltet worden. Was noch wichtiger ist: Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt verschiedener Tier- und Pflanzenarten in den Vereinen und Betrieben“, sagte Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Vereine, Umwelt, Breitensport und Betriebe.

Aus dem LPBB-Verbandsbereich wurden die Projekte des Reit- und Fahrvereins Wustrau e.V. (Platz 8) und des Tölt e.V. Lotushofs (Sonderpreis) ausgezeichnet. Folgende Maßnahmen hatte der Wustrauer Verein umgesetzt und führten zur Auszeichnung im Wettbewerb: Am Außenreitplatz wurden Mohnstreifen angelegt. Eine Steinmauer umschließt 30.000 L Regenauffangbehälter. Auf dem Steuerungshäuschen, in dem Wildbienen leben, befindet sich ein Gründach. Innerhalb der Mauer wurden Schmetterlingsblumen ausgesät. Ein Hochbeet mit insektenfreundlichen Stauden sowie ein Öko-Teich wurden angelegt. Im letzten Jahr wurden zum Nachweiden der Koppeln zwei vom Aussterben bedrohte Anglerrinder gekauft. Sie stehen auf der roten Liste und sind somit „Arche-Passagiere“. Neben dem Totholzstapel wurde auch eine 5 m lange Reisig-Benjes Hecke angelegt.

Der Tölt e.V. Lotushof (Beelitz) wurde für sein Artenschutzprojekt, die Wiederansiedlung des Steinkauzes, mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Es wurde auf dem Hofgelände eine Auswilderungsvoliere aufgebaut, in der in den letzten Jahren mehrere Steinkauzpaare ihre Jungen aufgezogen haben und mit diesen in die Freiheit entlassen wurden. Inzwischen konnten auf dem naturnah gestalteten Islandpferdehof, der mit seinen extensiv genutzten Wiesen und Weiden, Kleingehölzen und Waldrändern günstige Habitatbedingungen für den Steinkauz bietet, mehrere Wildbruten des Steinkauzes nachgewiesen werden.

Auch die eingereichten Projekte weiterer Vereine und Betriebe wurden ausdrücklich für ihre tollen Ideen und Aktionen gelobt, auch wenn bedauerlicherweise nicht alle prämiert werden konnten. Weitere Einreichungen aus unserer Region kamen vom Reitverein Integration e.V. (Bernau), Pritzwalker Islandpferdegestüt Hainholzmühle (Pritzwalk), Hof am Lindberg (Treuenbrietzen) und Gestüt Horstfelde (Zossen).

Die ersten drei platzierten Projekte werden hier näher vorgestellt.

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