DKB-Pferdewochen Rostock

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Mannschafts-Champions aus Schleswig: Mecklenburger Titelverteidigung ist gescheitert

Groß Viegeln. Das Mannschafts-Springen der Landesverbände auf dem 11. Junior-Ostsee-Championat ist entscheiden. In zwei Umläufen der Springprüfung KL. M auf 2-Sterne-Neviaeu sicherte sich die Mannschaft Schleswig-Holstein Junioren mit nur 8 Fehlerpunkten den Sieg. Linn Hamann (RV Ahrensburg-Ahrensfelde), Luisa Westphal (RV Malente Eutin), Lasse Friedrichsen (RV Obere Arlau) und Henry Delfs (RSV Lübeck) sind die neuen Mannschafts-Champions. Der zweite Platz ging an die Mannschaft Schleswig-Holstein Junge Reiter Für die Vorjahressieger aus Mecklenburg-Vorpommern blieb in diesem Jahr nur der dritte Platz. Die junge Berlin-Brandenburgische Mannschaft mit drei Reiterinnen und einem Reiter aus der Prignitz freute sich über Platz vier. Zur neuen Championess der Kleinen Tour U 21 wurde die Beeke Carstensen aus Schleswig-Holstein gekürt. Platz Zwei ging knapp dahinter nach Sachsen an die 15jährige Celine Kothe vor dem Prignitzer Lukas Burmeister. Den Sie in der zweiten Prüfung der U 25 Tour holte sich Max-Hilmar Borchert (Menz) auf Lejour ganz knapp vor Philipp Makowei (Gadebusch) auf Balouna Windana. Die beiden „Dauerrivalen“ trennten nur 0,47 Sekunden. Am Abend hatte dann Gastgeber Holger Wulschner und das Jugendsprecherteam Mecklenburg-Vorpommern noch zum Reiterball nach Groß Viegeln auf die Reitanlage eingeladen. Am Sonntag werden zwei weitere Ostsee-Champions gekürt, der Sieger in der Qualifikation im Eggersmann-Junior-Cup und in der AFP-Junior-Future-Tour ermittelt.

Gordon Schultz auf Landina ist Sieger der Finalprüfung der U25-Tour

Den Sattel der Firma Passier durfte als Sieger der Finalprüfung U-25 Gordon Schultz (RC Wollersleben) mit nach Hause nehmen. Der Thüringer siegte im Stechen der Zwei-Sterne-S-Springprüfung auf Landina in 36,39 Sekunden. Platz zwei ging nach Schleswig-Holstein an Henry Delfs auf Carrington bei der erstmals durchgeführten U 25 Tour. Mit einem dritten Platz im Finale der U 25 Tour im „Preis der Fa. Passier & Söhne“ im Rahmen der 3. DKB-Pferdewochen Rostock konnte sich der Mecklenburger Philipp Makowei auf Chelsea den Sieg in der Gesamtwertung sichern. Damit eroberte der Gadebuscher auch den Sonderehrenpreis – einen Startplatz auf der Paderborn Challenge, gegeben von der Firma Engarde. „Ich freue mich sehr über diesen Startplatz.“, sagt der talentierte Reiter.

Die 3. DKB-Pferdewochen Rostock waren ein hippologischer Hochgenuss mit Pferdesport vom Feinsten, die mit dem 11. Junior-Ostsee-Championat ihren Abschluss fanden. 150 junge Nachwuchsreiterinnen und -reiter aus fast allen Bundesländern gingen an über 1000 Starts der Klassen L bis S. „Die Bedingungen waren hervorragend. Ich bin mit zwei Reitern aus der Perspektivgruppe angereist. Und wir werden im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder mit jungen Reitern hier her kommen.“, bedankt sich Eberhardt Seemann, Bundestrainer Children beim DOKR in Warendorf. Und eine seiner Reiterinnen, Kendra Claricia Brinkhop, fügt hinzu: „Der weite Weg von Warendorf hier her hat sich gelohnt. Beste Bedingungen für uns Reiter und die Pferde. Und man hat super viele Startmöglichkeiten.“ Die 20-jährige fährt als neue Ostsee-Championess der Großen Tour U 21 mit ihrem 19-jährigen Teamkollegen Philipp nach Warendorf zurück. Der Sieg in der Finalprüfung dieser Großen Tour, einer Springprüfung der Klasse S, geht an die Spanierin Anna Marie Fuge Barrachina auf dem 10jährigen Hannoveraner Speik im Stechen mit einer Null-Runde in 38,82 Sekunden. Kendra Claricia Brinkhop sicherte sich mit dem Westfalenhengst A la Carte NRW Platz zwei in 39,20 Sekunden vor Isabelle Gerfer aus Rheinland-Pfalz mit Abarlo, die 0,48 Sekunden langsamer war. Die neuen Mannschafts-Champions kommen in diesem Jahr aus Schleswig-Holstein. Die Mecklenburger konnten ihren Titel nicht verteidigen und mussten sich hinter der zweiten Mannschaft aus Schleswig-Holstein mit Platz drei begnügen.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. So denkt Veranstalter Holger Wulschner, Rider of the Year 2014, heute schon über weitere Veränderungen und Verbesserungen nach, denn es ist ein Turnier von Reitern für Reiter. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der 3. DKB-Pferdewochen Rostock. Sie sind ja entstanden aus dem Junior-Ostsee-Championat, das einst noch in Passin durch Familie Herzog ins Leben gerufen wurde. Für uns ist es der wichtigste Bestandteil der DKB-Pferdewochen. Das CSI haben wir eigentlich nur davor gesetzt, weil die Voraussetzungen vorhanden sind. Wir wollen gern so weiter machen und etwas für die Jugendlichen tun. Darum sind meine Frau und ich auch auf die Idee der U 25 Tour gekommen. Und es war der richtige Weg, die Teilnehmerzahlen und die Leistungen haben es gezeigt.“, sagt Wulschner und bekommt großen Applaus von den Reiterinnen und Reitern, Trainern, Angehörigen und den Zuschauern. „Wenn wir nach dem Kassensturz mit einem blauen Auge davon gekommen sind, machen wir auch weiter. Wir denken schon wieder über einige Verbesserungen nach.“, sagt der Perfektionist, dem nur wenig Zeit zur Erholung bleibt. Bereits am Mittwoch fliegt er nach Dublin, seine Pferde sind schon unterwegs. Dort startet der Mecklenburger unter anderem im Nationenpreis.

ACP Media Management Pantel

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