Gelungener Trainingstag mit Thomas Stiller

von

Gelungener Trainingstag für die Besten im Ludger Beerbaum-Preis der Jahre 2013 und 2014 in der Graf von Lindenau-Halle in Neustadt/Dosse. Der vierfache Olympiasieger aus Riesenbeck, der gerade zwischen den beiden Turnieren von Antwerpen und Madrid hin- und herpendelte und sich in Vorbereitung auf eine Reise nach Shanghai befand, hatte wegen zeitlicher Probleme seinen besten Mann, den hervorragenden Ausbilder Thomas Stiller, gebeten, für ihn einzuspringen und an seiner Stelle den Lehrgang zu übernehmen.

Andreas Fettchenhauer, Vorsitzender des Fördervereins der Freunde des Reit- und Fahrsports in Berlin-Brandenburg, freute sich, dass es überhaupt noch mit dem Termin geklappt hat, der zugegebener Maßen nicht allzu glücklich war, weil mehrere Jugendliche gerade in Abitur-Klausuren steckten und sich deshalb eine längere Abwesenheit von der Schule nicht leisten konnten, wie beispielsweise eine Sammy Przestacki.

Da hatte es der 17-jährige Lukas Burmeister, der frischgebackene Hallen-Champion der Junioren auf Cleo, wesentlich besser, denn er besucht in Neustadt die Spezial-Schule und brauchte keine großen Probleme zu meistern. Frühmorgens hatte er sein Pferd fertig gemacht, schrieb anschließend eine Mathearbeit und war dann pünktlich gegen zwölf Uhr zur Stelle, als gerade die Gruppe der M-Kandidaten an der Reihe war.

Als aufmerksame Beobachter beäugten Landestrainer Bernd Peters, LPBB-Geschäftsführer Peter Fröhlich, Gestütstrainer Udo Hildebrandt und der amtierende Landesmeister Siegmar Stroehmer (beide Neustadt) das abwechslungsreiche und recht interessante Geschehen, das mit einem abschließenden Parcoursspringen seinen Höhepunkt erlebte. Stiller (53), der mehrere Jahre bei Paul Schockemöhle und in der Schweiz arbeitete, ist seit 2012 bei Beerbaum für das Training und Management zuständig, so unter anderem von Philipp Weishaupt, Hendrik von Eckermann, Christian Kukuk  und des Japaners Tadahiro Hoyashi.

Am besten gefiel ihm beim Lehrgang in Neustadt Phillip Hoffmann. Er lud den 17-jährigen Chemikanten aus Pinnow zu einem einwöchigen Aufenthalt nach Riesenbeck ein. Dort wird er dann auch jene Top-Anlage mit einer 80 mal 40 Meter-Halle in Augenschein nehmen können, die der deutsche Vorzeigereiter gerade erst mit Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck, dem ehemaligen Bauern-Präsidenten, auf Schloss Surenberg gebaut hat. Sie erforderte große Kraftanstrengung und viel Zeitaufwand, weshalb Ludger Beerbaum diesmal auch einen „Ersatzmann“ schicken musste.

 

Text: Hansjürgen Wille

Zurück