Erneuter Appell an Entscheidungsträger_innen zur Wiederzulassung des Reitunterrichts

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[LPBB/fn-press] Der LPBB hat sich im Schulterschluss mit der FN erneut an Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin), Andreas Geisel (Berliner Senator für Inneres und Sport), Dr. Dietmar Woidke (Brandenburger Ministerpräsident) und Britta Ernst (Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport) gewandt und sie aufgefordert, Reitschulen und Pferdebetriebe bei ersten möglichen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Gemeinsam machen wir uns für die Rückkehr zu flächendeckendem Training und Unterricht sowie perspektivisch Turnieren unter Infektionsschutzmaßnahmen stark.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die FN und die Landespferdesportverbände die Argumente pro Pferdesport an den entscheidenden Stellen platziert. Dass der Pferdesport in der Regel an der frischen Luft betrieben wird und allein schon aus Sicherheitsgründen ein Abstand zwischen den Pferden eingehalten werden muss, liegt auf der Hand. Die Voraussetzungen für den Infektionsschutz sind in dieser Sportart ideal. Von Beginn der Pandemie an haben die Vereine, Betriebe und einzelnen Pferdesportler_innen alles dafür getan, die Vorgaben der Corona-Eindämmungsverordnungen einzuhalten.

Die Belastung für Schulpferdebetriebe und gemeinnützige Reitvereine steigt hierbei täglich. „Die Reitschulen sind vielerorts am Limit. Immer wieder erreichen uns Hilferufe von Betriebsleitern und Vereinsvorsitzenden, die nicht mehr wissen, wie sie die Betreuung der Pferde ohne den Reitunterricht noch sicherstellen sollen. Die laufenden Kosten lassen sich nicht einfach abstellen. Förderprogramme und Wirtschaftshilfen sind nicht auf den Pferdesport zugeschnitten, so dass unsere Vereine und Betriebe zu oft ins Leere laufen mit ihren Anträgen auf Fördermittel“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Kontaktbeschränkungen, der Schließung von Kitas und dem Ausfall von Unterricht. Ihnen fehlen ein geregelter Tagesablauf, der Austausch mit Altersgenossen und die Bewegung an der frischen Luft. Pferde können ihnen in dieser schwierigen Situation Halt geben und Seelentröster sein. Auch deshalb muss der Reitunterricht in festen Gruppen so schnell wie möglich wieder erlaubt werden.

Selbstverständlich muss auch der Sport seinen Teil zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus beitragen. Diese Verantwortung hat der Pferdesport seit Beginn der Pandemie wahrgenommen. „Wir haben Hygienekonzepte für den Unterrichts- und Trainingsbetrieb und für Turniere erstellt, die keine Lücken offen lassen. Allen Anforderungen wurde und wird Rechnung getragen“, sagt Soenke Lauterbach.

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